Nun sammelt der "Blaue Ball" ja eigentlich traditionell Spenden für die Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf! Aber die Ehnerts setzten sich mit allen Beteiligten zusammen und fanden eine perfekte Lösung: Die Kinderkrebsstation nutzte einen hohen Rabatt, den Ball-Sponsor "Motorvillage" (der normalerweise die Shuttle-Fahrzeuge stellt, mit denen die Prominenten zum Ball gebracht werden) für ein neues Fahrzeug eingeräumt hatte sowie 10.000 Euro, die Fußball-Weltmeister André Schürrle beim Ball im April aus seinem Privatvermögen gespendet hat, schaffte ein neues Fahrzeug an - und stellte es dann der betroffenen Familie zur Verfügung. Nicht geschenkt, klar - aber wer fragt in solchen Momenten schon nach solchen Details? Damit ist das Transportproblem der vier Jungs und ihrer Mutter erst einmal gelöst. In ein paar Jahren, wenn die Teenager volljährig sind, wird es andere Lösungen geben, und dann wird die Kinderkrebsstation das Fahrzeug nutzen. Es geht also auch unbürokratisch... Damit sind natürlich nicht alle Probleme der vier Brüder und ihrer Mutter gelöst. Wenn es für diese Geschichte überhaupt ein Happy End geben wird, dann nicht jetzt. Aber dem Leben zumindest ein bisschen in die Suppe gespuckt und ein ganz klein wenig geholfen zu haben, ist doch auch schon was. Einzelbegleitungen in der Geschwisterarbeit Im Rahmen der Einzelbegleitungen werden Themen wie beispielsweise die Erkrankung des Geschwisters, Gefühle und Stress in der besonderen Lebenssituation, aber auch eigene Stärken, Ressourcen und persönliche Wünsche behandelt. Zudem finden individuelle Ausflüge statt. Gemeinsam mit den Geschwistern wird das Thema für das nächste Treffen besprochen und festgelegt. Der Einbezug der Kinder spielt eine wichtige Rolle, weil nur dann ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden können. Hinsichtlich stressreicher Situationen erarbeiten die Kinder Strategien, um belastende Situationen gut bewältigen und sich wieder entspannen zu können. Gefühle werden mittels GefühlsPantomime und Spielen mit Bezug auf Gefühle thematisiert. Auch hier geht es darum, gemeinsam zu überlegen, wie mit erlebten Gefühlen gut umgegangen werden kann. Über das Malen reden die Geschwister zum Beispiel über Belastungen und ihre Wünsche. Eine Ressourcenblume kann eigene Fähigkeiten veranschaulichen, indem diese in jedes Blütenblatt geschrieben werden . Diese Blume kann anschließend von den Kindern als Erinnerung an ihre Stärken aufgehoben werden. Die Einzelbegleitungen der gesunden Geschwisterkinder bringen sehr viel Spaß und es ist schön zu sehen, wie viele unterschiedliche tolle Ressourcen in diesen Kindern steckt. Andree Ritter, M.A.Gesundheitspädagogin
                                                    Über Geld spricht man bekanntlich nicht. Über das, was man mit Geld alles tun kann, hingegen schon: Vom Erlös des vergangenen "Blauen Balls" konnte die Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Monitore und Infusionssysteme anschaffen. Und zur Verlängerung des Projektes zur Geschwisterarbeit auf der Kinderstation 1 blieb auch noch genügend Geld übrig. "Projekt zur Geschwisterarbeit"? Zugegeben - das klingt ziemlich bürokratisch, ist aber in der täglichen Praxis das genaue Gegenteil: Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, ist das auch häufig für die gesunden Geschwisterkinder eine extreme Stress-Situation. Im Rahmen eines speziellen, kindgerechten Projekts hilft das UKE betroffenen Geschwisterkindern, mit dieser Situation besser fertig zu werden. Das ist es, was zählt. Nicht die nüchterne Spendensumme. Denn wenn nur ein Kind gesund oder ein bisschen glücklicher wird, ist das schon unbezahlbar. Und wir sind glücklich, wenn der "Blaue Ball" - und damit Sie - ein wenig dazu beitragen kann. Von Levi, André Schürrle und dem Blauen Ball Das Leben ist manchmal nicht fair. Wenn man 5 Jahre alt ist, sollte man im Kindergarten mit dem Rad herumrasen und davon träumen, eines Tages Astronaut zu werden. Oder Fußballprofi. Und wenn man13 Jahre alt ist, sollte man Mädchen plötzlich gar nicht mehr so doof finden (jedenfalls nicht alle), mit 15 sollte man mit roten Ohren mit der ersten festen Freundin "Klammerblues" tanzen und mit 19 - ach Gott, mit 19 geht´s ja erst richtig los... Aber manchmal kommt´s anders: Levi ist 5 und geht nicht in den Kindergarten, sondern zur Chemo, Maximilian hat mit 13 andere Sorgen als Mädchen, nämlich Rheuma und Asthma, Lennart mit 15 ebenso und Vincent - jetzt 19 - hatte gerade eine Klumpfuß- OP. Und: Die vier Jungs sind Brüder, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Hamburg leben.[nbsp] Jetzt sagen Sie vielleicht "schlimm". Oder "traurig". Oder sogar beides. Aber das ist ja längst noch nicht alles! Denn gerade so, als wäre das noch nicht hart genug, kommen ja auch noch die Tücken des Alltags hinzu. Versuchen Sie ´mal, einen kleinen Kerl, drei Teenager, einen Rollstuhl und einen Spezial-Kindersitz in einem Dacia Lodgy unterzubringen! Größeres Auto? Klar. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Diese ebenso wahre wie traurige Geschichte kam Günter und Marianne Ehnert - den Gastgebern des legendären Hamburger "Blauen Balls" - zu Ohren. Und sie beschlossen spontan zu
Bärenpatenschaften  Zwischen 160 und 200 Familien mit schwer kranken Kindern kommen jedes Jahr in das Ronald McDonald Haus Hamburg-Eppendorf. Durchschnittlich bleibt jede Familie 24 Tage, viele bleiben aber mehere Wochen oder Monate. Nicht nur für die kleinen Patienten, sondern auch für die Geschwister ist diese Zeit nicht immer einfach. Für das Jahr 2014 hat sich das Ronald McDonald Haus etwas ganz besonderes vorgenommen. Jedes Kind, das 2014 in das Ronald McDonald Haus Hamburg-Eppendorf kommt – egal ob kleines Patientenkind oder Geschwisterkind – soll einen Teddybären bekommen. Einen Gefährten zum Knuddeln und Liebhaben. Jemand, der immer für einen da ist. Denn auch, wenn Mama und Papa ganz nah sind, manchmal braucht ein Kind einen Freund, der still und leise seine Träume und kleinen Geheimnisse teilt. Mit einer Teddybärenpatenschaft in Höhe von 30 Euro kann dieser Traum wahrgemachtwerden. Apartmentpatenschaft Das Ronald McDonald Haus Hamburg- Eppendorf bietet in insgesamt 14 Apartments Familien, deren Kinder im nahegelegenen Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) behandelt werden müssen, eine Unterkunft. Auf diese Weise können Eltern, Geschwisterkinder und andere nahe Angehörige ganz in der Nähe der kleinen Patienten sein, um ihnen das zu geben, was die beste Medizin nicht zu geben vermag: Liebe, Nähe und Zuversicht. Für die Familien, die hier wohnen, wird das Ronald McDonald Haus schenll zu einem Zuhause auf Zeit. So auch für die Eltern der fünfjährigen Pauline, die seit 9 Monaten hier wohnt. Ihre Tochter muss sich im UKE einer längeren ambulanten onkologischen Behandlung unterziehen. „Das Besondere hier im Haus ist die große Gemeinschaft der Familien und das unglaubliche Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl untereinander. Wir leben hier alle auf engen Raum beieinander, zwischen acht und zwölf Familien sind es meistens. Meist deutsche Familien, aber auch immer wieder eine Familie aus dem Ausland und einem anderen Kulturraum. Aber wenn wir alle abends beieinander in der Küche sind und kochen, dann sind alle eins. Die Kinder sowieso, die miteinander spielen und liebevoll auf Pauline achtgeben, aber auch die Eltern", so Paulines Mutter über ihren Aufenthalt im Haus. Auch Paulines Vater ist glücklich über dieses Zuhause auf Zeit: „Ich arbeite ja während der Woche und kann nur am Wochenende hier sein. Aber es ist toll, wie sehr man sich hier aufeinander verlassen kann. Jeder unterstützt den anderen, teilt sein Essen, kocht eine größere Portion, um die anderen einladen zu können. Ich bin Christ, aber am Ende des Ramadans feierten alle Familien im Haus ein gemeinsames großes Fest! Es beruhigt mich, dass meine Frau gemeinsam mit Pauline hier sein kann und beide nicht alleine in der Klinik oder in einem Hotelzimmer übernachten müssen!" Mit der Übernahme einer Patenschaft unterstützen die Paten das Ronald McDonald Haus bei den laufenden Kosten, die es braucht, um das Haus zu betreiben und schenken so Carolin Cords, der Leiterin des Hauses,
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  Geschwisterhilfe
     Auch die Zuwendung von Liquidität gehört zu unseren Förederungsmassnahmen. Hier ein Beispiel vom November 2017. Zugegen war auch der Innensenator Andy Grote.